Workshop - 5A-Methode

Führende Entwickler von Produktionskonzepten haben in den 80-iger Jahren bereits das Konzept „5S“ entwickelt. Transkribiert ist es hierzulande auch als „5A“ bekannt. Es soll dazu führen, Unordnung, Ineffizienz und Verschwendung zu vermeiden, wie sie in der Folge von Wartezeiten, Unordnung oder Produktfehlern häufig eintritt. Unordnung kostet Zeit und Geld, ist ein Sicherheits- bzw. Risikofaktor. Verschwendung, also „Nicht-Wertschöpfung“ kann sich in der heutigen Zeit kein Unternehmen mehr leisten!

Mit der Methode „5A“ sollen Arbeitsplätze ordentlich und sauber gestaltet, alle Abläufe übersichtlich und sicher organisiert, lästiges Suchen oder unnötige Wartezeiten verringert oder ganz beseitigt werden. Zudem geht es darum, die Wahrscheinlichkeit von Arbeitsunfällen zu reduzieren.

Die 5A-Kampagne beschreibt eine Vorgehensweise in fünf Schritten, sie kommt ursprünglich aus dem Japanischen, aus dem Management-Konzept KAIZEN. Der Begriff Kaizen setzt sich zusammen aus Kai = Veränderung, Wandel; Zen = zum Besseren. Damit ist die schrittweise und stetige Verbesserung von Abläufen, Produktionsverfahren oder Produkten durch alle Mitarbeiter eines Unternehmens gemeint. Es kommt dabei nicht auf große Innovationen an, sondern auf die Einbeziehung aller Mitarbeiter, die Vielzahl an Verbesserungsvorschlägen, die schnelle Umsetzung und die Sichtbarkeit der Erfolge. In westlichen Unternehmen wurde Kaizen unter dem Begriff kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) eingeführt. Quelle: Business wissen

Die 5 A’s bedeuten:

  • Aussortieren (Seiri)
  • Aufräumen (Seiton)
  • Arbeitsplatz ordentlich und sauber halten (Seiso)
  • Anordnungen zur Regel machen/Standards setzen (Seiketsi)
  • Alle Punkte einhalten und ständig verbessern (Shitsuke).

5A-Kampagnen lassen sich sowohl in der Produktion, der Technik und innerhalb der Administration erfolgreich anwenden. Jeder Mitarbeiter wird in die Aktion an seinem Arbeitsplatz aktiv mit eingebunden. Die 5A-Kampagne wird in die Arbeitsschritte Vorbereitung, Durchführung und Audit eingeteilt. Im Rahmen der Vorbereitung identifizieren alle Beteiligten gemeinsam Prozessmängel, wobei es ausschließlich um Probleme geht, die im eigenen Verantwortungsbereich liegen. Im Ergebnis eines Workshops wird dann ein gemeinsamer Termin abgestimmt, an dem die Durchführung der 5A-Kampagne stattfinden soll, sie beansprucht durchaus einen ganzen Tag. Ziel der umsetzungsorientierten Kampagne ist die Vereinfachung von administrativen Tätigkeiten, die Grundreinigung der Arbeitsplätze, der Maschinen/Werkzeuge, die Visualisierung von Kennzahlen, die Standardisierung der Arbeitsabläufe, die Maßnahmenplanung für den KVP.

Ein unordentliches und nicht hinreichend gut genug ausgestattetes Arbeitsumfeld führt zu Ineffizienzen. Die 5A-Kampagnen stellen einen positiven Impuls dar, um bei den Mitarbeitern wieder mehr Eigeninitiative zu entfalten. Alle realisierten 5A-Kampagnen sollten nach dem Auftakt weiter verfolgt werden, nur so kommt es zu einer nachhaltigen Optimierung der Arbeitsabläufen vor Ort.

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